Sabastiya, von der Antike bis zur Gegenwart
Die Stadt Sabastiya wurde von Herodes dem Großen zu Ehren Kaiser Augustus als Hauptstadt des antiken Samaria gegründet. Über der antiken Akropolis sind noch heute die Überreste der alten römischen Stadt, die im letzten Jahrhundert teilweise ausgegraben wurden, zu bewundern. Darunter vor allem das Forum, die Basilika, das Theater, der Tempel zu Ehren Augustus, Kolonnaden und Teile der antiken Stadtmauer.
Schon in der Byzantinischen Zeit wurde in Sabastiya eine Kirche zu Ehren Johannes des Täufers auf der alten römischen Nekropolis, im Osten außerhalb der Stadtmauern, errichtet. Verschiedene christliche Quellen aus dem vierten Jahrhundert weisen Sabastiya als die letzte Ruhestätte Johannes des Täufers aus. Das heute noch ersichtliche Gemäuer stammt von einer Kirche die von den Kreuzrittern in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Sie galt als die zweitgrößte Kirche im Heiligen Land neben der Grabeskirche in Jerusalem und war ein Zentrum des christlichen Pilgertums. Heute ist in den Überresten dieser Kirche eine Moschee in Betrieb.
Das Projekt
Das Hilfswerk der Franziskaner im Heiligen Land engagiert sich in Sabastiya in Zusammenarbeit mit der örtlichen Stadtverwaltung und dem Mosaic Center Jericho. Der kürzlich verstorbene Archäologe des Studium Biblicum Franciscanum Franziskanerpater Michele Piccirillo, der das Projekt entwickelt hat, begrüßte diesen Schritt nachhaltig. Das Projekt sieht eine nachhaltige Förderung der lokalen Wirtschaft und eine verstärkte Aufklärung der lokalen Bevölkerung über einen verantwortungsvollen Umgang mit den Stätten und Kulturgütern vor. Das Hilfswerk der Franziskaner im Heiligen Land unterstützt dieses Engagement die Heilige Stätte zu pflegen, zu erhalten und gleichzeitig die Entwicklung des Städtchen auf allen Ebenen zu fördern. Mit lokalen Arbeitskräften sollen sukzessiv Gebäude restauriert, sowie Geröll und Gesteinsbrocken aus dem Stadtkern entfernt werden, so dass die Gemeinde wieder florieren kann und dieser Ort wie einst von Pilgern besucht werden kann.

Maßnahmen
- Untersuchung und Dokumentierung des Zustandes der Anlage.
- Ausgrabungsarbeiten.
- Erhaltung und Restaurierung des alten Stadtkerns.
- Aufklärungsarbeit für ein gestärktes Bewusstsein der lokalen Bevölkerung im Umgang mit kulturellem und künstlerischen Gut.
- Erhaltung, Ausbau und Förderung der Anlage.
- Errichtung von Gästezimmern und touristische Erschließung.
***
Eine Spende für das Heilige Land können Sie online oder per Banküberweisung den Projekten der Franziskaner im Heiligen Land zukommen lassen. Genauere Infos finden Sie unter:



















































































