Gaza und die Menschen mit Behinderung
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In den Palästinensischen Gebieten wird behinderten Kindern und Jugendlichen und deren Familien keinerlei Hilfe angeboten.
Behinderungen werden im Rahmen der traditionellen Mentalität als ein Unglück und ein Zeichen göttlicher Strafe betrachtet. Die Anwesenheit eines behinderten Kindes stellt für die betroffenen Familien ein Problem dar. Die weiblichen Angehörigen werden beispielsweise Schwierigkeiten haben, einen Mann zu finden und zu heiraten, was zur gesellschaftlichen Ausgrenzung führt. Aus diesem Grund werden behinderte Kinder meist eingesperrt und deren Familien von der restlichen Gesellschaft isoliert.
Das Problem der Behinderungen ist in den Palästinensischen Gebieten stark verbreitet und die Situation der Betroffenen wird durch den totalen Mangel an spezifischen Ausbildungsprogrammen und Aufnahmestrukturen erschwert.
Wenig wurde bisher zugunsten einer Verbesserung der Lage getan, und viel ist nötig, um angemessene Strukturen zu schaffen oder die existierenden Aufnahmezentren zu verbessern.
Das Projekt “Notfall Gaza und Bethlehem” sieht die Unterstützung von drei Aufnahmezentren für schwerbehinderte Kinder vor, die sowohl aus christlichen als aus muslimischen Familien stammen. Eines dieser Zentren befindet sich in Bethlehem, zwei davon in Gaza.
Aufnahmezentrum in Bethlehem:
- „Hogar Nino dios“ der Schwestern des IVE (Instituto del Verbo Encarnado), das bis zu 50 Kinder aufnimmt, eine eigene interne Schule leitet und verschiede Räume für manuelle Tätigkeiten, Lernbedürfnisse und Physiotherapie besitzt.
Aufnahmezentren in Gaza:
- Das von den Missionarinnen der Nächstenliebe betreute Aufnahmezentrum in Gaza kümmert sich um behinderte Kinder zwischen 0 und 11 Jahren, die aus finanziellen Gründen oder erschwerten Familienverhältnissen nicht in den eigenen Familien betreut werden können.
- „Hogar de Cristo“ der Pater des IVE (Instituto del Verbo Encarnado) nimmt behinderte Jugendliche auf, die auf Grund ihres Alters und der damit verbundenen Schwierigkeiten nicht mehr im Aufnahmezentrum der Missionarinnen der Nächstenliebe gemeinsam mit den Kindern betreut werden können. Gegenwärtig betreut das „Hogar de Cristo“ drei Jugendliche, allerdings hat das Zentrum bereits zahlreiche weitere Anfragen erhalten und wird aus diesem Grund in den nächsten Monaten eine Umstrukturierung des Gebäudes vornehmen müssen, um weitere Fälle annehmen zu können.
Ziel des Projekts ist die Unterstützung der drei Zentren, um auch weiterhin die Aufnahme behinderter Kinder und Jugendlicher aus dem Westjordanland und Gaza sowohl christlicher als muslimischer Abstammung zu ermöglichen.
Folgende spezifische Eingriffe und Umstrukturierungen müssen in den nächsten Monaten durchgeführt werden, um die strukturellen und finanzielle Bedürfnisse der drei Aufnahmezentren zu erfüllen:
- Umstrukturierung und Anpassung der existierenden sanitären Anlagen an die Bedürfnisse behinderter Menschen in den Zentren;
- Entfernung baulicher Hindernisse in den Strukturen, um behinderten Menschen und deren Betreuern einen barrierefreien Zugang zu verschaffen;
- Erweiterung der existierenden Räume und Struktur zur Aufnahme weiterer Kinder und Jugendlichen;
- Ankauf von Möbeln und Betten zur Aufnahme neuer Kinder/Jugendlichen;
- Ankauf von Medikamente und medizinischer Geräte und Ausrüstungen für die Behandlung von Schwerbehinderten;
- Geldbestand für Notfälle und Notaufnahmen.
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Zum Thema
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Ein neues Badezimmer für die Personen mit Behinderung im Gazastreifen dank der Unterstützung von ATS pro Terra Sancta ( 2010)
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Zu Besuch bei den Christen in Gaza ( 2010)
Gaza und die Christen: Projektstart (Juli 2010)
Notfall Gaza (Juli 2010)
ATS Pro Terra Sancta – Newsletter 07/2010 (Juli 2010)
Gazastreifen – Hilfe für die Christen (Juni 2010)
Unterstuetzung der christlichen Familien in Bethlehem (Januar 2010)
Brücken für den Frieden (Januar 2010)
Schulstipendien im Heiligen Land (Januar 2010)
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