Juni 2014

Alle Ansprachen von Papst Franziskus im Heiligen Land

Nachfolgend stellen wir alle Ansprachen von Papst Franziskus während seiner Pilgerreise ins Heilige Land zur Verfügung.

Beginnend mit der Messe in Amman, bei der der Heilige Vater gesagt hat: “Den Frieden kann man nicht kaufen, er wird nicht feilgeboten. Der Friede ist ein Geschenk, das man geduldig suchen und „von Hand“ aufbauen muss durch kleine und große Handlungen, die unser alltägliches Leben einbeziehen.” Bei der Begegnung mit syrischen Flüchtlingen hat er hinzugefügt: “Wir selbst sind tief bewegt von den Tragödien und den Verwundungen unserer Zeit, besonders von denen, die durch die noch offenen Konflikte im Nahen Osten verursacht werden. An erster Stelle denke ich an das geliebte Syrien, das durch einen Bruderkrieg zerrissen wird, der bereits seit drei Jahren andauert, schon unzählige Opfer gefordert und Millionen von Menschen gezwungen hat, als Heimatvertriebene und Verbannte in anderen Ländern zu leben. Alle wollen wir den Frieden!”

Bei der Begegnung in Bethlehem mit den palästinensischen Behördenvertretern hat der Papst diese aufgefordert: “Es ist für alle der Moment gekommen, den Mut zur Großherzigkeit und zur Kreativität im Dienst des Guten zu haben.” Bei der Messe auf dem Krippenplatz in Bethlehem hat er von den Kindern gesprochen und von der Notwendigkeit, dass jede Familie und Gesellschaft sich ihrer annimmt. Hierbei hat er sie mit dem Jesuskind verglichen und gesagt: “Auch heute sind die Kinder ein Zeichen. Ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen des Lebens, aber auch ein „diagnostisches“ Zeichen, um den Gesundheitszustand einer Familie, einer Gesellschaft, der ganzen Welt zu erkennen. Wenn die Kinder angenommen, geliebt, behütet und beschützt werden, ist die Familie gesund, wird die Gesellschaft besser und ist die Welt menschlicher.”

Hierauf folgten die Worte an die Kinder in den Flüchtlingslagern Bethlehems, die Ansprachen an die israelischen Autoritäten in Tel Aviv und die wunderbare ökumenische Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., am Heiligen Grab in Jerusalem.

Beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat der Heilige Vater dann ein Gebet um Erbarmen für die vom Menschen begangenen Grausamkeiten gesprochen: “An diesem Ort, der Gedenkstätte an die Shoah, hören wir diese Frage Gottes wieder erschallen: „Adam, wo bist du?“.

Bei seiner Begegnung mit dem Staatspräsidenten Israels hat Papst Franziskus bekräftigt: “Die heiligen Stätten sind keine Museen oder Sehenswürdigkeiten für Touristen, sondern Orte, an denen die Gemeinschaften der Gläubigen ihren Glauben, ihre Kultur und ihre wohltätigen Initiativen leben. Darum müssen sie ständig in ihrem sakralen Charakter geschützt werden; so wird nicht nur das Erbe der Vergangenheit bewahrt, sondern auch die Menschen, die sie heute besuchen und in Zukunft besuchen werden. Möge Jerusalem wirklich die Stadt des Friedens sein!”

Schließlich die Ansprache bei der Begegnung in Gethsemane mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen sowie die Predigt bei der Messe im Abendmahlssaal, zusammen mit den Ordinarien im Heiligen Land, in der der Heilige Vater gesagt hat: “Der Abendmahlssaal erinnert uns an das Miteinander-Teilen, an die Brüderlichkeit, an die Harmonie, an den Frieden unter uns. Wie viel Liebe, wie viel Gutes ist aus dem Abendmahlssaal hervorgegangen! Wie viel Nächstenliebe ist von hier ausgegangen, wie ein Fluss aus der Quelle, der anfangs ein Bach ist und dann anschwillt und groß wird.”

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