Am Jordan: Die Franziskaner des Heiligen Landes feiern die Taufe Jesu

Am Sonntag, dem 8 Januar, fand am Ufer des Jordans das Fest der Taufe Jesu statt. Da das Ufer endlich wieder zugänglich ist, kann die Kustodie des Heiligen Landes die liturgische Feier wieder an dieser Stätte begehen.

Pater Artemio Vitores, Vikar der Kustodie des Heiligen Landes, hat uns über das Ereignis das Folgende berichtet:

Am 8. Januar gingen wir zum Jordan. Wir hatten den Termin verlegt, um wie in alten Zeiten am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn der Taufe Jesu zu gedenken. Wir begannen damit, in unserem Kloster zu Jericho die palästinensischen Behörden zu begrüßen. Dann zogen wir in feierlicher Prozession zum Jordan. Diesmal feierten wir die Heilige Messe nicht in unserer Kapelle, sondern direkt am Fluss, wo die Israelis ein großes Podest angelegt haben, und kamen dabei beinahe mit Wasser in Berührung. Ungefähr 1.200 Menschen waren gekommen, zumeist aus Jerusalem, Nazareth, Bethlehem, Jaffa und anderen Pfarrgemeinden. Alles war sehr schön, zudem herrschte ein herrliches Wetter. […] Anschließend bestiegen wir den Berg der Versuchung und kehrten danach zum Mittagessen in unser Kloster zurück. Es war wirklich sehr schön, alle freuten sich.“

Die Brüder der Kustodie des Heiligen Landes erfüllen weiterhin die Mission, mit denen der Franziskanerorden seit achthundert Jahren betraut ist: Sie sind die Kustoden der Heiligen Stätten. Indem die Franziskaner die Messe an jenem Ort feiern, an dem Jesus sich taufen ließ, erhalten sie die Beziehung der örtlichen Christen und der Pilgern aus aller Welt zu dieser wichtigen Stätte.

Im Anschluss kamen die Franziskaner und alle Teilnehmer dieser sonntäglichen Feier in der Pfarrei Guter Hirte zusammen, wo es Erfrischungen gab.

Um dieser Pfarrei und der kleinen christlichen Gemeinde von Jericho beizustehen, ist kürzlich das Projekt Jericho: Hilfe für Christen in Noteingerichtet worden. Hilfe für notleidende Familien, Unterstützung für die Bildungsprogramme der Kustodie des Heiligen Landes und besondere Aufmerksamkeit für die schwächsten Teile der Bevölkerung, namentlich die Kinder und die Alten: das sind die Hauptziele des Projekts, das von ATS pro Terra Sancta dank der Beiträge zahlreicher Freude und Förderer des Heiligen Landes getragen wird.

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