Bethlehem und die alten Menschen

Wer an Bethlehem denkt, denkt vor allem an die Geburtsstätte Jesu und an die vielen Kinder die bis zum heutigen Tage hier das Licht der Welt erblicken, in einem Land das so heilig wie kompliziert ist und voller Widersprüche steckt.

Aber Bethlehem ist nicht nur ein Ort der Entstehung: auch hier nimmt alles seinen Lauf und Menschen werden älter. Die schwierige politische und wirtschaftliche Lage die sich in Bethlehem zur Zeit besonders spürbar macht  trifft vor Allem die Schwächsten der Gesellschaft: die Kinder und Alten. Viele Familien haben kein Einkommen und können folglich nur schwer für die Älteren der Gesellschaft sorgen. Die Fälle von Einsamkeit und großer Armut älterer Menschen mehren sich.

Das Projekt

Die Kustodie des Heiligen Landes möchte über die ihr anvertraute katholische Pfarrei von Bethlehem bedürftige Familien helfen, die sich um ihre alten Menschen kümmern. Ziel ist diesen die Möglichkeit zu geben lange in der eigenen Familie gut aufgehoben zu sein. Für die älteren Menschen, die keine Familie haben oder deren Familie nicht für sie sorgen kann, unterstützen die Franziskaner das Altersheim der Antonius-Gesellschaft für das sie mitverantwortlich sind. Dort versorgen mit aller Kraft und Geduld fünf Ordensschwestern und lokale Angestellte 40 ältere Frauen. Sonderausgaben wie größere medizinische Eingriffe, Anschaffung von Geräten sowie die laufenden Kosten für Medikamente, Nahrung, Personal, Arztbesuche, Wasser, Strom… verursachen nicht unerhebliche Ausgaben, die jeden Monat gedeckt werden müssen. Jeder Heimbewohner hat für den Aufenthalt im Heim einen finanziellen Beitrag zu leisten. Viele von ihnen können diesen Betrag allerdings nicht aufbringen, oder haben keine Angehörigen, die dafür aufkommen können, sei es weil keine vorhanden sind oder die Familien es nicht schaffen selbst über die Runden zu kommen. Das Gesundheitssystem der Palästinensischen Autonomie-gebiete sieht leider keine Altersabsicherung oder Unterstützung vor. Wer selbst keine finanzielle Mittel hat oder eine Familie hat, die dafür aufkommen kann, ist auf die Barmherzigkeit von anderen angewiesen. Die einzige Hoffnung für die Heimbewohner und ihre Betreuer ist somit die Unterstützung von außen.

„… angesehen ist der, der mit den Alten weilt“ Spr 31,23

Mit den Spendengeldern sollen in erster Linie die dringlichsten Ausgaben gedeckt werden, insbesondere der Kauf von Medikamenten, die notwendige

Anschaffung von Geräte und anstehende Krankenhausaufenthalte von Heimbewohner. Hinzu kommt dass wegen der immer größer werdenden Nachfrage eine Ausweitung der Strukturen notwendig ist. Schon sind die Räumlichkeiten vorhanden um neben den Frauen auch Männer im Altersheim aufnehmen zu können. Möbel, Geräte und die sonstige Ausstattung der Räumlichkeiten sind noch anzuschaffen.

Das Projekt wird von den Franziskaner der Kustodie des heiligen Landes unterstützt, die seit mehr als sieben Jahrhunderten die heiligen Stätten des Heiligen Landes hüten und betreuen. Neben den Dienst an der Geburtskirche und der Milchgrotte wirken die Franziskaner in Bethlehem durch die ihr anvertraute Pfarrei. Zu den Wirkungsbereichen gehören neben der Seelsorge Jugendaktivitäten, Frauenförderung, Nothilfe, Kinderheime, Schulen und arbeitsfördernde Maßnahmen um nur einige Tätigkeiten zu nennen.

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Eine Spende für das Heilige Land können Sie online oder per Banküberweisung den Projekten der Franziskaner im Heiligen Land zukommen lassen. Genauere Infos finden Sie unter:

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