Blick auf Syrien: auch die Assoziation pro Terra Sancta war in Rom für das Treffen, das von „Cor Unum“ organisiert wurde

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Am Freitag, den 30. Mai, hat der päpstliche Rat „Cor Unum“ ein Treffen unter den karitativen katholischen Organisationen organisiert, die in der Syrien-Krise zusammenarbeiten.

Der Krieg in Syrien stand im Zentrum am ersten Tag der Reise von Papst Franziskus ins Heilige Land. In Betania hat er am 24. Mai Flüchtlinge aus Syrien getroffen, was die Aufmerksamkeit wieder auf diesen Konflikt lenken sollte, der in drei Jahren den Tod von über 150 000 Menschen, darunter sehr vielen Kinder, verursacht hat.

So hielt der Vatikan am Freitag, den 30., ein Gipfeltreffen ab, um die Arbeiten der Agenturen, die sich um humanitäre Hilfe in den nunmehr komplett zerstörten Ländern, zu koordinieren.

25 katholische Organisationen, die in der Krise tätig sind, aktiv in Syrien und den angrenzenden Ländern, waren eingeladen, um neue Formen der Zusammenarbeit untereinander und mit dem Heiligen Stuhl zu finden.

Ziel des Zusammentreffens war, Bilanz zu ziehen darüber, wieviel bislang erreicht wurde und sowohl Kritik wie auch Prioritäten für die Zukunft herauszustellen, und auch größere Synergien zwischen den Einheiten zu schaffen.

Teilgenommen hat auch Tommaso Saltini, Direktor der Assoziation pro Terra Sancta (ONG der Kustodie des Heiligen Landes), der schon zu Beginn des Krieges die Franziskaner darin unterstützt hat, den Klöstern und Pfarreien zu helfen, die vielen Familien Schlafplätze anbieten und das Allernötigste zum Leben (Essen, Kleider, Medizin). Es wurden vier Flüchtlingszentren geschaffen (Knayen, Yacoubieh, Jser – El Chougour und Jdeideh), die etwa 200 Personen aufnehmen und jeden Tag für die Bedürfnisse von weiteren 4000 sorgen. Jeden Monat wird etwa 50 Familien geholfen, neue Häuser zu finden.

Die Franziskaner der Kustodie im Heiligen Land sind aktiv in diesen Ländern seit Beginn des Konfliktes und genau aus diesem Grund gelingt es ihnen, weiter zu machen und alle nötige Hilfestellung zu geben.

Die Assoziation Pro Terra Sancta hat schon viel gesammelt in den zweieinhalb Jahres des Konflikts, dank der Großzügigkeit vieler Menschen, auch wenn sie nur wenig spenden konnten, aber es waren viele und wichtige Spenden. Die Spenden werden persönlich nach Syrien gebracht, und das ist zugleich die Garantie für ihre korrekte Verwendung. Es kamen Spenden sogar aus China und Singapur. Leider reicht das nicht. Die Not ist enorm und sehr viele Menschen überleben nur dank der Unterstützung aus dem Ausland.

Um mehr darüber zu erfahren, was in diesen Jahren von der Assoziation pro Terra Sancta in Syrien getan wurde, und darüber, was man selbst tun kann, um zu helfen, klick hier.