Mai 2017

Das Fest „Unter dem Turm“ in Bethanien soll die ganze Gemeinde an Projekten der Erhaltung und Weiterentwicklung beteiligen

„Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft!“ sagte Carla Benelli, Koordinatorin für kulturelle Projekte bei der Vereinigung Pro Terra Sancta am Ende ihrer Rede beim Fest in Bethanien (auf Arabisch Al-Aizaria) am 1. Mai. Die Veranstaltung hieß: „That Al-Qanatir“, wörtlich „Unter dem Turm“, mit Bezug auf den markantesten Bau im Bereich der Altstadt von Bethanien, der neben dem Grab von Lazarus steht.

Das ist allgemein richtig: Diejenigen, die ihre Vergangenheit nicht kennen, werden niemals eine richtige Zukunft aufbauen können. Aber der Spruch passt hier noch auf besondere Weise zu der Stadt Bethanien, denn das historische, religiöse und kulturelle Erbe kann ihr in hohem Maße zugute kommen.

Aus diesem Grund war das Fest so erfolgreich. Es wurde organisiert von der Gemeindeverwaltung Bethanien zusammen mit einigen Jugendorganisationen aus der Gegend, der Vereinigung Pro Terra Sancta und dem Mosaikzentrum Jericho – mit Unterstützung der NGO Misereor und der italienischen Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (AICS). Viele Menschen beteiligten sich an der Veranstaltung. Ein wesentlicher Teil der Bevölkerung nahm an der Veranstaltung teil: Viele Menschen aus dem Ort, viele Vereine und kleine Handwerksgenossenschaften, sowie wichtige Persönlichkeiten wie der Bürgermeister Musa Al-Shaer, der Minister für Jerusalem, der palästinensische Gouverneur von Jerusalem Adnan Al-Husseini, der ehemalige Minister für die Kommunalverwaltung, Hussein Al-Araj, und der italienische Konsul Luigi Mattirolo.

Alle diese Personen betonten, wie wichtig Bethanien sei im historischen und kulturellen Kontext der Region, und alle bedankten sich bei der Vereinigung Pro Terra Sancta und dem Mosaikzentrum, die seit Jahren an der Restaurierung und Erhaltung der archäologischen Stätte – ein Heiligtum in der Obhut der Kustodie des Heiligen Landes – arbeiten. Nach der Restaurierung will man konkrete Chancen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, vor allem für Jugendliche und Frauen, anbieten können.

In naher Zukunft entsteht ein Touristenpfad um das Grab des Lazarus, das zur Zeit von vielen Pilgern besucht wird. Das Hauptziel besteht darin, günstige Bedingungen für Organisationen der Zivilgesellschaft zu schaffen, damit wirtschafltiche und kulturelle Aktivitäten einen neuen Auftrieb bekommen. Eine Genossenschaft, die aus Handwerkskünstlerinnen, Studenten und Professoren der Al-Quds Universität sowie Lehrenden an der Katholischen Universität Mailand besteht, ist an dem Projekt beteiligt.

Entdecken Sie mehr über das Projekt!

Banner_2
Carla_1
Dabka_3
Dabka_8
Giochi bambini_1
VIP Tour_20
Magic Show_3
Magic Show_6
Shorouq Food_9
Shorouq Food_11
Taglio nastro_2
Carla_6
Empfehlen facebook twitter google pinterest drucken Senden