In Betlehem wurde die erste Zahnklinik für behinderte Kinder und Jugendliche Palästinas eingeweiht

In den palästinensischen Gebieten, wo die Quote der andersbegabten Menschen sehr hoch ist (die Anzahl der Personen mit Handicap beläuft sich auf etwa 170.000, laut Aussage des palästinensischen Zentralbüros für Statistik und Ministeriums für soziale Angelegenheiten), die Behinderung ist aber oft mit einem Tabu versehen, wie etwas, wofür man sich schämen müsse: das ist letztlich dem Kulturerbe geschuldet, oft verstärkt durch die Ignoranz und das Fehlen von geeigneten Strukturen, in denen die behinderten Menschen Hilfestellung bekommen.

Bei alledem ist die Erziehung zu einer richtigen und adäquaten persönlichen Mundhygiene keine Priorität im sozialen und gesundheitlichen Systems Palästinas, und die Wahrnehmung einer Zahnhygiene von Patienten anderer Fähigkeiten, die besondere Bedürfnisse haben, ist quasi nicht vorhanden.

Darum, dank einer Kollaboration zwischen Lifegate – eine ONG, die seit 1991 Leben bewahrt und das polyvalente Reha-Zentrum für behinderte Kinder leitet – und ATS pro Terra Sancta, und auch dank der Finanzierung des „Otto per mille“ (8 Promille) der Tafel Valdese, dachte man daran, dieses Defizit zu beheben und eine auf Dentalmedizin spezialisierte Klinik zu errichten, die mit speziellen professionellen Apparaturen ausgestattet ist. Die Eröffnung fand am 16. Dezember stat, anwesend waren Bruder Nerwan Al Banna, Franziskanerpastor von Betlehem, und die Repräsentanten von Lifegate und ATS pro Terra Sancta. Viele der Kinder, die in Pflege sind beim Rehabilitationszentrum, wo auch die Klinik eröffnet wurde, konnten sich aufgrund der extremen Kosten eines Arztbesuch und der Behandlungen bis zum heutigen Zeitpunkt noch niemals Zahnbehandlungen leisten.

Die Klinik, übrigens eine der ersten ihrer Art in den palästinensischen Gebieten, ist in drei Bereiche aufgeteilt: eine Bereich für die Visite und die verschiedenen zahntechnischen Behandlungen, ein Wartesaal und eine Raum für das Krankenschwesternpersonal, wo sie die kleinen Patienten anästhesieren können.

Im Zentrum des Projektes sind auch angedacht: Momente der Ausbildung für das Personal und Aktivitäten zur Verfeinerung für die ausländischen Anwender, speziell darauf ausgerichtet, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie Körperhygiene und Mundhygiene zuhause und außerhalb von zuhause funktioniert.

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