Magnificat, Musik in der Heiligen Stadt

Das Magnificat-Institut wurde von der Kustodie des Heiligen Landes als erste und bislang einzige Musikschule in der Jerusalemer Altstadt gegründet. Das „Magnificat“ ermöglicht den Menschen in einem schwierigen Umfeld den Zugang zur Musik und hat dabei zahlreiche Talente geweckt und entfaltet. Dazu erfüllt es eine wichtige soziale Aufgabe und leistet einen wertvollen Beitrag für den Frieden.

Das „Magnificat“ wurde als einzige Musikschule in der Jerusalemer Altstadt von den Franziskanern gegründet. Sie bietet in einem schwierigen sozialen Umfeld eine Aktivität für Jugendliche an, die Ihre Freizeit oft auf der Straße verbringen. Viele Kinder bekommen dort einen Zugang zur Musik und Talente gelangen zur Entfaltung.

200 Schüler – Palästinenser und Israelis, Christen, Moslems und Juden – besuchen das „Magnificat“, teilen ihre Freude an Musik und führen gemeinsam Konzerte auf. In einer Zeit, in der im Nahostkonflikt immer extremere Positionen eingenommen werden, ermöglicht die Musikschule durch ihre Öffnung zu allem Volks- und Religionsgruppen Begegnung und gegenseitige Wertschätzung.

Seit der Gründung 1995 erfreut sich das „Magnificat“ einer wachsenden Nachfrage – zur Freude seines Initiators und Leiters, Franziskanerpater Armando Pierucci. Der Freude ist allerdings auch etwas Sorge beigemischt, denn nur ein Bruchteil der laufenden Kosten kann durch die Jahresbeiträge der Schüler gedeckt werden: Zu viele haben nicht die Mittel, eine größere Summen zu zahlen, geschweige denn, ein eigenes Musikinstrument. Bereits jetzt ist es nicht einfach die Unkosten zu decken und müssen zum größten Teil durch Spenden getragen werden. Nur so könnten auch die zusätzlichen Lehrkräfte angestellt und die weiteren Musikinstrumente gekauft werden, um Angebot und Aufnahmekapazität des „Magnificat“ auszuweiten.

Austausch und Begegnung seiner Schüler mit anderen Musikern ist ebenfalls ein besonderes Anliegen des „Magnificat“. So sieht das Projekt auch die Förderung von Chor- und Musikerfahrten des „Magnificat“ im Heiligen Land selbst und nach Europa vor. Diese Fahrten sind für manche Kinder und Jugendliche oft die einzige Chance, aus Jerusalem heraus oder gar ins Ausland zu kommen. Ebenfalls bewährt haben sich gemeinsame Konzerte mit einheimischen oder ausländischen Chören, Musikern und Orchestern.

Musiklehrer, die gerne die Erfahrung machen möchten, ein Jahr lang in Jerusalem zu leben und dabei – gegen Kost und Logie – ehrenamtlich zu unterrichten, wären eine Hilfe und kulturelle Bereicherung für die Schule.

Ziel des „Magnificat-Projektes“ ist es, Musik im Herzen Jerusalems erklingen zu lassen, Momente der Harmonie inmitten der Misstöne des Nahostkonfikts zu schaffen. Jede Unterstützung für das „Magnificat“ ist neben einem Beitrag zur Kultur auch eine Investition in die Zukunft von Menschen und in den Frieden.

„Möge die Harmonie des Gesanges und der Musik, die keine sozialen oder religiösen Schranken kennt, zu einer Einladung an die Gläubigen und alle Menschen guten Willens werden, gemeinsam nach der universalen Sprache der Liebe zu suchen. Durch sie werden die Menschen dazu fähig, eine Welt der Gerechtigkeit, der Solidarität, der Hoffnung und des Friedens aufzubauen.“ Papst Benedikt XVI

Eine Spende für das Heilige Land können Sie online oder per Banküberweisung den Projekten der Franziskaner im Heiligen Land zukommen lassen. Genauere Infos finden Sie unter:

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