Syrien. Tausende fliehen aus Aleppo. Neuer Apell des Papstes.

Ich hoffe, dass ihnen mit großzügiger Solidarität geholfen werde, um ihnen das Überleben und ihre Würde zu erhalten. Zugleich richte ich einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft, nichts unversucht zu lassen, um die Kriegführenden Parteien dringend an den Verhandlungstisch zu bringen. Nur eine politische Lösung des Konflikts wird in der Lage sein, diesem gemarterten Land eine Zukunft der Wiederversöhnung und des Friedens zu garantieren.“

So sagt der Papst in seinem neuem Aufruf beim Angelusgebet am Sonntag zur Lage in Syrien, das von einer humanitären Notlage getroffen ist. Die Türkei hat die Grenzen im Süden der Stadt Killis geschlossen und redet von einer neuen Flüchtlings-Notlage: tausende Menschen sind zusammengepfercht an der syrischen Grenze, auf der Flucht vor den Offensiven von Assads Truppen rund um Aleppo und vor den russischen Luftangriffen.

Diese Menschenmasse überflutet die Grenzen und Ankara versucht sie daran zu hindern, unter anderem auch durch den Bau einer Grenzmauer in der einzigen Grenzzone im Norden von Aleppo, die nicht unter Kontrolle des Islamischen Staates ist. „Die meisten Familien haben keine Heimat mehr“ erzählt der Pfarrer von Aleppo, Bruder Ibrahim. „Viele Häuser gibt es nicht mehr, andere sind ohne Fenster und Türen, mit Schutt im Inneren. Es gibt Schäden in vielen Bereichen, aber den größten Schaden sieht man in den Menschen, die vollkommen aufgelöst und orientierungslos sind, und nicht mehr wissen, was sie tun sollen“.

In der neuen Gewaltwelle in der Region des heiligen Paulus sind die Brüder der Kustodie des Heiligen Landes, die sich dort befinden „eine Art Symbol für alle Christen in Syrien geworden“, so schreibt der Kustos des Heiligen Landes, Fr. Pierbattista Pizzaballa. „Ihr Bleiben gibt auch allen anderen Kraft und Mut“.

Deshalb wird ein neuer Franziskanerbruder, fra Louay Bhsarat, in diesen Tagen zu seinen Mitbrüdern in Syrien stoßen, um „das christliches Zeugnis zu geben, das wie heutzutage brauchen“. „Ich rufe alle dazu auf, für ihn zu beten“, sagt der Kustos, „für die Mitglieder seiner Pfarrgemeinde, alle Franziskanerbrüder, die sich in Syrien befinden und für die gesamte Bevölkerung. Auf dass dieser Krieg so bald wie möglich ein Ende finde“.

Spenden Sie jetzt für Syrien, Ihre Hilfe wird umgehend an die dortigen Franziskaner weitergeleitet