Juli 2015

Terra Sancta Museum, feierliche Grundsteinlegung durch den Kustos des Heiligen Landes

Am 26. Juni wurde die Grundsteinlegung für das Terra Sancta Museum vollzogen, das erste Museum der Welt, das den Wurzeln des Christentums und der Bewahrung der heiligen Orte gewidmet ist und von den Franziskanern der Kustodie des Heiligen Landes leidenschaftlich ersehnt wird.

Mehr als hundert Personen haben an dem Ereignis teilgenommen, das im Lapidarium des Konvents der Geißelung in Jerusalem stattgefunden hat, einem der zukünftigen Museumssitze. Dieser enthält – wie der derzeitige Direktor des archäologischen Museums des Studium Biblicum Franciscanum, P. Eugenio Alliata in Erinnerung gerufen hat – auch Reste aus der Zeit Jesu.

Die eindrucksvolle Zeremonie wurde von P. PierbattistaPizzaballa vollzogen, dem Kustos des Heiligen Landes und Präsident des Vereins pro Terra Sancta. Seine Unterschrift und die von P. Sergio Galdi, dem Sekretär der Kustodie, wurden auf eine symbolische Pergamentrolle mit Purpursiegel gesetzt, die dann unter dem Grundstein des zukünftigen Museums in den Boden eingelassen wurde.

Während der Zeremonie wurden Grußworte gesprochen von Davide La Cecilia, dem Generalkonsul Italiens, der die Anwesenden über den großzügigen Beitrag des Konsulats zugunsten des Projekts informiert hat; der stellvertretende Konsul von Spanien, Javier Parrondo, der gleichermaßen die zukünftige Unterstützung durch Spanien zugesagt hat; der Generalkonsul von Frankreich, Hervé Magro; der Botschafter der Türkei, Mustafa Sarnıç; der belgische Generalkonsul Bruno Jans und Dorothy Shea, die Leiterin des amerikanischen Konsulats.

Die Namen von Spendern, die sich bereits bei dem Projekt engagiert haben, wurden in einige Steinplatten eingraviert. Diese befinden sich derzeit neben dem Grundstein und werden in Zukunft in einem speziellen Teil des Museums aufbewahrt werden. Die Spendenwerbung wird weiterhin durch den Verein pro Terra Sancta durchgeführt, der auch alle Aktivitäten zur Realisierung des Museums koordiniert.

Pater Pizzaballa unterstrich die Bedeutung des Projekts in einer Stadt wie Jerusalem, die eine „universale Berufung“ habe: hier haben seit Jahrhunderten Muslime, Juden und Christen zusammengelebt und dieselben Räume und manchmal auch Traditionen geteilt.

Der Wunsch der Franziskaner ist es, mit dem Terra Sancta Museum den christlichen Charakter von Jerusalem als eines der konstituierenden Elemente der universalen Berufung der Heiligen Stadt zu bewahren. Das Museum wird nicht nur ein Ort sein, an dem Hunderte von Objektenausgestellt werden – viele davon Geschenke europäischer Herrscher oder aus der byzantinischen, mameluckischen, ottomanischen oder noch früheren Zeit. Es wird auch ein dynamisches Kulturzentrum sein, das den Besuchern, gleich welcher Religion oder Weltanschauung, die Verbindungen zwischen der Heiligen Stadt und den lokalen und internationalen christlichen Traditionen erläutern wird.

Jerusalem war – wie der Kustos betont hat – immer offen für die Welt und enthielt zugleich die Welt in sich selbst: „Wir wissen bestens, dass wir nicht die einzigen Christen in Jerusalem sind […]. Wir hoffen, dass die anderen Kirchen sich in Zukunft an diesem Projekt beteiligen werden, und dass es eines Tages ein Netzwerk von – nicht nur christlichen – Zentren geben möge, die es allen Besuchern und insbesondere der lokalen Bevölkerung ermöglichen, die wertvolle Besonderheit Jerusalems einzuatmen. Einer mussimmer beginnen. Warum also nicht die Kustodie des Heiligen Landes?“.

Sehen Sie ein Kurzvideo über die Zeremonie https://youtu.be/XkI2ISmzUFY

Sowie das neue Video über das Terra Sancta Museum http://www.terrasanctamuseum.org

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