Oktober 2016

“Was mir das Middle East Community Program gegeben hat”

Es ist mir noch nie zuvor passiert, dass ich so viele Menschen so tief beeindruckt haben, in so kurzer Zeit”. Das sagt Maria am Ende der zweiten Ausgabe des MECP (Middle East Community Program), einem Programm zum besseren Kennenlernen des Mittleren Orients in Israel und Palästina, das vom Verband pro Terra Sancta in Zusammenarbeit mit der Universität Cattolica del Sacro Cuore organisiert wird.

Das Programm besteht aus drei intensiven Wochen – vom 22. August bis zum 9. September – gefüllt mit Unterrichtsstunden und Besichtigungen, vor allem aber sind es drei Wochen voller bemerkenswerter Begegnungen, wie Maria sagt, mit Personen, die jeden Tag in dieser so komplexen Realität leben: „Die Begegnungen haben meiner Ansicht nach bewirkt, dass wir in unserer Menschlichkeit herausgefordert wurden, auch auf noch viel tieferen Ebenen außerhalb der Thematik des israelisch-palästinensischen Konflikts selbst“.

Darin stimmen ihr auch die anderen neun Teilnehmer zu, einige davon Studierende aus verschiedenen akademischen Umfeldern Italiens. „Die Qualität [des Programms, A. d. Red.] war sehr hoch”, erzählt ein anderes Mädchen, „und das nicht nur aus einer rein geschichtlich-politischen Perspektive. Es war schön, es die ganze Zeit über mit interessanten, lebendigen Menschen zu tun zu haben, die jeden Tag an der eigenen Haut diese Situation erleben müssen. Besonders beeindruckend waren die Persönlichkeiten ‚außerhalb der Regeln‘, so wie David Nehaus, Schwester Donatella vom Caritas Baby Hospital, der Professor der Universität von Bethlehem, die Direktorin der Synagoge, der italienische Karabiniere in Hebron…“

Ausgehen von ihrer Hauptbasis in Bethlehem haben die Mädchen und Jungen viele lokale Wirklichkeiten kennengelernt, darunter Lehrstellen sowie karitative und kulturelle Verbände, die in der Gegend tätig sind. Von Jerusalem bis Hebron, von Nablus bis Jericho, von Bethanien bis Sabastia, bis in den Norden des Landes, am Tiberiassee, an den Küsten des Mittelmeers, auf der Spur von Acco, und auf den Golanhöhen, an der Grenze zu Syrien und dem Libanon waren sie unterwegs.

Ich empfehle allen jungen Menschen eine solche Art von Erfahrung zu machen“, sagt ein anderer Teilnehmer, „sodass sie mit eigenen Augen und Händen mit einer Realität in Berührung kommen, die die im Ausland verdrängt, vergessen oder einfach ignoriert wird.“

Es ist dies eine Realität, die von dem abweicht, was die Medien uns präsentieren und die Bücher, die viele der Teilnehmer innerhalb ihres Studiums gelesen haben, auch in der Absicht, sich auf die Reise vorzubereiten: „Wie immer lernt man durch die Konfrontation mit der Realität und ihren Protagonisten mehr, als nur aus Büchern. Dieses Eintauchen in die Wirklichkeit ist etwas, das uns dieses Programm auf jeden Fall ermöglicht hat“. Und selbst wenn einige dachten, sie wüssten bereits gut Bescheid, so haben die drei Wochen des MECP „viele neue Fragen aufgeworfen! Unfassbar viele!“

Auch dieses Jahr konnte der Erfolg des Programms durch die Mitarbeit der Professoren und die Professionalität der Mitarbeiter des Verbandes pro Terra Sancta gewährleistet werden, vor allem aber durch die Menschen, die sich bereiterklärt haben ihre Geschichten zu erzählen und daraus „ein Mosaik aus unvergesslichen Gesichtern“ zu basteln, sagt Maria, „die ich in meinem Herzen behalten werde und die mich zu einem anderen Menschen gemacht haben“.

Erfahre mehr über diese Initiative!

 

Übersetzung ins Deutsche im Rahmen der PerMondo Initiative für ehrenamtliche Übersetzung von Dokumenten und Webseiten für NGOs und nicht profitorientierte Vereine. Leitung: Übersetzungsagentur Mondo Agit. Übersetzerin : Tamara Unterleiter ; Korrekturleser: Matt Hattam.

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