Jordanien: Unterstützung der christlichen Flüchtlinge auf der Flucht vor den Kriegen in Syrien und im Irak

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Die gebürtige Armenierin Umm George ist eine irakische Frau von etwa 70 Jahren, die in den 90er Jahren dem Krieg entflohen ist, um ihren Mann zu pflegen, der im Golfkrieg verwundet wurde. Nun ist sie als Witwe in Jordanien zurückgeblieben, verfügt nicht über die finanziellen Mittel, in den Irak zurückzukehren, und vor einem Monat kam ihre Tochter mit Ehemann und zwei Kindern zu ihr, denn auch sie waren wegen einer anderen Bedrohung gezwungen, Mosul zu verlassen, und zwar wegen der Bedrohung durch die ISIS-Mitglieder, die Millionen von Menschen zwischen Irak und Syrien betrifft.

Alle fünf leben nun in zwei Zimmern bei Amman, auf weniger als 70 qm, ohne die erforderlichen Papiere, um arbeiten zu dürfen. Die Geschichte von Umm George ist eine von vielender Christen in heutiger Zeit, die nach Jordanien geflohen sind und dank der Assoziation pro Terra Sancta und der Caritas Antoniana darin unterstützt werden, eine Wohnung zu finden – und auch etwas Hoffnung für die Zukunft.

Die Mission der Franziskanerbrüder in Jordanien ist eine der am längsten bestehenden im Dienste der christlichen Minderheit im Land, und die Terra Sancta Schule in Amman gilt als eine der besten im Land.

In den letzten Jahren hat sich die Situation sehr schnell gewandelt, und Jordanien bietet eines der wenigen offenen Tore, die noch Sicherheit bieten können in dem gebeutelten Nahen Osten. Aus diesem Grund sind viele Familien aus den Konfliktzonen nach Jordanien geflohen. Es ist nicht sicher, wie hoch die offizielle Zahl der Flüchtlinge ist, die in den Flüchtlingslagern leben, aber hunderte von Menschen haben ihr Land verlassen in der Überzeugung, bald zurückkehren zu können, haben ihre gesamten Ersparnisse aufgebraucht und finden sich von heute auf morgen ohne finanzielle Mittel wieder, ohne gültige Papiere, um ein neues Leben aufzubauen, und ohne Zukunftsperspektiven.

In dieser Situation wussten die Franziskanerbrüder, geführt von Bruder Rachid Mistrih (er ist gebürtiger Syrer und lebt in Jordanien seit 20 Jahren) der aktuellen Not zu begegnen und sind vor Ort damit beschäftigt, Familien in der neuen humanitären Notlage beizustehen. Die Assoziation pro Terra Sancta ist an ihrer Seite, und alle können die Mission ganz konkret unterstützen: denn die Geschichte der Christen im Nahen Osten und ihre Kraft, standzuhalten und Zeugnis abzugeben,  sind Teil unserer Wurzeln und unserer Kultur.

Vincenzo Bellomo, Mitarbeiter der Assoziation pro Terra Sancta, Amman.

Für weitere Informationen zu dem Projekt “Jordanien: Hilfe für die Christen aus dem Nahen Osten”, hier klicken. Jeder Beitrag ist wichtig. Ein kleiner Betrag reicht schon, um der Bevölkerung konkrete Hilfe zukommen zu lassen.